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Reflexion

Der Kern der Szenografie

Neben der beruflichen Praxis in der Kommunikation im Raum beschäftigt mich immer die Frage: "Was machen wir gerade eigentlich?"

 

So fing ich an, sämtliche Begriffe des Handwerks zu sammeln, bis Otto Steiner mich einmal fragte: Was sind denn für Dich die 10 Wichtigsten? Diese Frage verdanke ich ihm noch: Sie löste diese Arbeit über den "Kern der Szenografie" aus, die hier in Kürze vorgestellt wird.

Der Kern der Szenografie ist eine Konstellation von 12 notwendigen Begriffen, die meiner Meinung nach - und dies immer wieder als offene Diskussionsvorlage - Szenografie ausmachen.

Eine Anwendung,

eine Verwandlung

 

Die zwei ersten Begriffe sind

der Ort und der Inhalt,

die Gegenstand der Szenografie sind. 

 

Die Szenografie ähnelt nämlich einer mathematischen Anwendung f (x,y):

Die szenografische Arbeit f verwandelt zwei Variabeln x und y, nämlich immer einen Ort und einen Inhalt.

Zwei Momente

 

Szenografie bezeichnet sowohl die künstlerische Tätigkeit als Ihr Ergebnis.

Es sind aber zwei unterschiedliche Momente mit eigenen Gesetzen und es wird in der Darstellung des Kerns klar unterschieden: Zwischen der Produktion und der Rezeption der Szenografie.

Ein magischer Augenblick 

 

Und dann geschieht es: Die Besucher, die Zuschauer, die Nutzer sind da.

Das Spiel, im theatralischen Sinne von Peter Brook, im Sinne einer Begegnung in einem geschützten Zeitraum, findet statt. Wenn es gelingt, erleben die Anwesenden etwas Besonderes. Ob es ein "Erlebnis" wird und welches, bleibt es ihnen ganz überlassen.

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