Der Kern der Szenografie:

Zwölf Schlüsselbegriffe

der szenografischen Praxis

Der viel verwendete Begriff des FORMATS stellt im Kern folgende Frage:

Wie wird das Publikum involviert?

Foto Pablo Dornhege

Beim Workshop "Spiel Game Raum - Spiel-Prinzipien als Vermittlung in Ausstellungen"

an der Universität der Künste Berlin, 2016

Regelmäßige Lehraufträge an der Technischen Universität Berlin Studiengang Bühnenbild

- Szenischer Raum

Initiative eines partizipativen Glossars der Szenografie

Die Format-Analyse:

Ein Beitrag zur Definition und zur Vergleichbarkeit von Formaten

Eben fand das ADC Seminar 

Kommunikation im Raum statt

19.+20. Januar 2017, Stuttgart

Reflexion

Beobachten und forschen

Lehren, lernen, kuratieren

Schreiben und zeichnen

über unsere Praxis

Die jährliche, immer spannende und freudige Juryarbeit im ADC Wettbewerb (seit 2008 und seit 2015 auch als Juryvorsitz Kommunikation im Raum)

Unser Handwerk neu entdecken

Nicht nur in der Gestaltung sondern auch in seinen abstrakteren, prozesshaften Seiten verfügt unser Beruf der Kommunikation im Raum bzw. der Szenografie über ein reichhaltiges Handwerk.

Oft bleibt aber dieses Handwerk latent oder gar unbekannt. Unter dem Credo "Es gibt keine Rezepte" oder wegen Künstlertuerei wird jede Aufklärungsmöglichkeit über unsere kreative Tätigkeit oft unterbunden: Ja, Kreativität muss wild und frei bleiben, aber ohne sorgfältigem, kultiviertem Handwerk bleibt sie einfach heisse Luft.

In diesem Sinne eines Kunsthandwerks orientiert sich meine Reflexion an dieser bodenständigen, zugleich anspruchsvollen Metapher, die sich auch als Haltung versteht:

Wir bauen schöne Instrumente, wie neuartige Musikinstrumente, die bald von anderen Menschen bespielt werden.

Kurator-Arbeit von Raumwelten,

jährliche Plattform für Szenografie, Architektur und Medien

Kommunikation im Raum als Wagnis

Als Kurator von Raumwelten:

Blog-Beitrag bei der FAMAB,

November 2016

Noch ist es auf Facebook,

bald aber lieber hier:

THE ART FICTION PROJECT

Eine Sammlung, ein imaginäres Museum von Kunstwerken,

dessen Eigenschaft ist, innerhalb von Fiktionen enstanden zu sein.

H-Gates, Tore zum Humanismus

Und manchmal ist ein Gedanke stärker als Vieles Bauen. Dies am Beispiel eines freien Projektes:

H-GATES, Tore zum Humanismus

© Foto Pierre Adenis

Museumcamp II Zürich

Dank der Initiative von Roger Aeschbar, Element Design GmbH, Basel, sind wir auf dem 2. Museumcamp am 12.12.2016 im Landesmuseum Zürich einer gemeinsamen Ausstellungskritik angegangen - dies anhand der neuen Dauerausstellung "Archäologie Schweiz". Ein schöner, lehrreicher Abend.

Expanded Cinema...

Photograph of the installation of Light Music by Lis Rhodes, 1975

...Expanded Scenography?

 

In den 1960er und -70er Jahren entwickelte sich vor Allem in den USA eine neuartige, räumlich erweiterte Form der Filmkunst bzw. der Bedingungen ihrer Rezeption: The Expanded Cinema.

Die übliche Filmprojektion wollte hier die Zuschauer ganzheitlicher einnehmen, den Zuschauerraum erobern, den Film mit dem Erfahrungsraum des Publikums verschmelzen lassen.

Es wäre eine Untersuchung wert - ja eine anspruchs-volle Doktorarbeit, ob die Kunst der Szenografie, über den Theaterraum hinaus, nicht eine ähnliche Erweiterung erfahren hat. Man würde die Hypothese einer "Expanded Scenography" nachgehen.

© PLOT Magazin

Nach einem ausführlichen Besuch der Expo Shanghai 2010 mit dem Team von Otto Steiner schrieb ich aus meiner Begeisterung heraus einen lobenden Kurzbericht über die Inszenierung im Inneren des Saudi-Arabischen Pavillons für PLOT Magazin.

Erst im Nachhinein wurde mir klar, daß wir mit solchen Inszenierungen und dem Lob davon die menschenrechtswidrigen Machenschaften eines solchen Regimes indirekt unterstützen.

Auf der anderen Seite bleibe ich davon überzeugt, daß jede, friedliche Begegnungsmöglichkeit mit Menschen dieser Länder einen Betrag zu eine Besserung ist. Allein dafür haben die viel kritisierten Weltausstellungen eine mögliche, grosse Rolle. Aber wohl gemerkt: Wir traffen keine Saudis: Wir gingen durch eine handwerlich wunderbar gelungene Inszenierung, die ein Idealbild eines Landes lieferte.

Jean-Louis Vidière Ésèpe © 2017 | Sitemap